Logbuch
Klassenfahrt der 9b im Mai 2008: Segeltörn durch Dänemark
Unsere Route: Kiel - Kappeln - Faaborg (Südfünen)
- Aeroskobing (Aerö) - Bagenkop (Langeland) - Kiel
Montag, der 26.05.08
Am 26.5.08 hieß es für die Schüler und Schülerinnen
des Kreisymnasiums Bargteheide früh aufstehen, denn bereits
um 7.45 Uhr mussten sie sich an der Bushaltestelle hinter der
Sporthalle eingefunden haben. Nach einigen "Drohungen"
der Klassenlehrerin Frau Zacharias bezüglich des pünktlichen
Erscheinens waren tatsächlich sämtliche Schüler
zur vorgegebenen Zeit anwesend. Nachdem alle einen Platz in
einer der Fahrgemeinschaften ergattert hatten, ging es weiter
nach Kiel, zur Blücherbrücke, wo der Zweimaster "Flying
Dutchman" lag. Dort angekommen, fing es prompt an zu regnen,
doch die 9b ließ sich ihre Zuversicht nicht nehmen und
machte sich voller Elan an das Verladen des Gepäcks und
der Lebensmittel. Als dies erledigt war, durften sie die Kajüten
beziehen, was mit einigem Durcheinander vonstatten ging. Wenig
später stellten sich Kapitän Klaas und Skipperin Anneke
vor, und nachdem der Kapitän die Regeln an Deck erläutert
hatte, segelten sie los. Das Tagesziel, das es zu erreichen
galt, war eine Stadt in Dänemark.
Nachdem sie den Hafen verlassen hatten, wies Anneke sie in die
Kunst des Segelns ein. Am Anfang waren alle begeistert, auch
wenn das Schwanken des Schiffes für manch einen ungewohnt
war. Auf dem offenen Meer wurde der Seegang stärker und
auch das Wetter war nicht so sonnig, wie man es sich erhofft
hatte. Dies wurde einigen zum Verhängnis und das anfänglich
mulmige Gefühl steigerte sich zur Seekrankheit. Aufgrund
des starken Seegangs und der Einsicht bzw. des Mitgefühls
des Kapitäns verlegten sie ihr Ziel vor und legten um 18
Uhr in der deutschen Stadt Kappeln an. Nach dem Anlegen erholten
sich alle recht schnell und die für den Tag bestimmte Kochgruppe
ging ihrer Pflicht nach, während die anderen Freizeit hatten.
Mit einiger Verspätung und einer Küche, die einem
Schlachtfeld glich, servierte die Gruppe Spaghetti mit Tomatensoße.
Trotzdem aßen alle mit Appetit.
Den Abend verbrachte die Klasse mit lesen, Karten spielen, pokern
und Musik hören.
So ging der erste Tag ihrer Reise friedlich zu Ende.
von: Paula, Lisa, Celina, Anne, Kristin
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Dienstag, der 27.05.08
Trotz des anstrengenden ersten Tages standen wir alle gut gelaunt
auf. Nur Anne ging es leider nicht gut; sie war krank und musste
abgeholt werden. Nach dem Frühstück wollten wir gegen
10.30 Uhr lossegeln, doch das ging nicht, denn auf einmal war
unser Bordhund verschwunden. Nach ca. 1 Stunde und 30 Minuten
Suchen fanden ihn Endi und Cedric bei der Kirche in Kappeln.
Nun konnte es endlich losgehen. An diesem Tag war das Meer gnädig
mit uns, denn es gab keine sehr hohen Wellen wie am Montag.
Trotzdem hatten wir viel Wind und kamen schnell voran. Der Kapitän
konnte auch den Motor abstellen, so dass sich die schönen
Sonnenstunden an Deck gut genießen lassen konnten. Diesmal
waren alle fit zum Mithelfen.
Als wir uns dem Zielhafen Faaborg näherten, kam auch das
Schiff der 9a in Sicht, das vor uns gewesen war und das wir
jetzt einholten. Viele freuten sich, denn es war klar, dass
wir zusammen in einem Hafen sein würden. Die 9a erzählte
uns, dass sie die gleichen Probleme wie wir am ersten Tag gehabt
hatten. Faaborg ist im Vergleich zu anderen dänischen Städten
relativ groß. Wir gingen in die Innenstadt, die leider
wie ausgestorben war. Abends kochten Celina, Paula, Lisa-Marie,
Fabian, Luk und Kristin. Es gab Cevapcici mit Reis, Paprika
und Mais. Später wurde gepokert, andere Kartenspiele gespielt,
gelesen, Musik gehört oder einfach nur "gechillt".
von: Florian, Lukas, Muhammed und Felix
Mittwoch, der 28.06.08
An diesem Morgen blieben wir sehr lange in Faaborg, da wir
betankt werden mussten. So hatten wir die Gelegenheit uns in
kleinen Gruppen noch einmal in der Stadt umzusehen. Da der Tanker
zu spät kam, haben wir uns die Zeit mit Fußballspielen
und anderen Dingen vertrieben. Gegen Mittag ging es dann endlich
los, die 9a war uns schon weit voraus. Dank Sonnenschein und
"gutem" Wind konnten wir erfolgreich segeln und auch
heute blieben wir von der Seekrankheit verschont. Unser Ziel
war Aeroskobing auf Aero. Dies ist ein hübscher Ort, mit
vielen alten, typisch dänischen Häusern. Die Türen
dieser Häuser waren das ein oder andere Foto wert. Nach
ausführlichen Stadterkundungen haben wir den Abend wieder
mit spielen, lesen und Unterhaltungen abgeschlossen.
Donnerstag, der 29.05.08
Nachdem am vorigen Abend einige Leute noch lang genächtigt
haben, ging es früh am Morgen für Flo, Robin, Lukas,
Felix, Muhammed und Kevin schon wieder ans Frühstück
zubereiten. Allerdings blieb die von Skipper Klaas angekündigte
Wecksirene aus und so verschlief die halbe Klasse. Zu allem
Unglück hatte sogar der Wecker der Frühstücksgruppe
nicht geklingelt. Nachdem das verspätete Frühstück,
das meiner Meinung nach viel zu kurz war, geendet hatte, wurden
einige Leute einkaufen geschickt und kauften sage und schreibe
40 Päckchen HefeJ für das geplante Stockbrotessen.
Nachdem alle komplett an Bord waren, ging es los in Richtung
hohe See. Voller Einsatz war von Nöten, um uns dort hinzubringen
und jeder Mann und jede Frau taten ihr Bestes. Ein Glück,
dass die Tabletten wirkten und so wurde auch an diesem Tag niemand
seekrank. Auch das Wetter spielte uns an diesem Tag in die Karten
und so kamen wir gut voran.
Kurz vor Langeland haben wir geankert und sind dann vom Boot
ins Wasser gesprungen. Da das Wasser noch tief war, duften wir
vorne vom Netz springen. Währenddessen hat die "Hot
Dog" - Gruppe schon das Essen vorbereitet, welches allen
gut geschmeckt hat.
Wie fast jeden Abend haben wir es uns richtig gemütlich
gemacht. Einige haben Poker oder "Mau Mau" gespielt.
Zuvor haben wir am nahe liegenden Strand gebadet. Natürlich
ist dabei ganz aus Versehen auch etwas oder irgendjemand vom
Steg gefallen. Einmal ein Schuh und dreimal Flo. Das erste Mal
ist Flo einfach reingefallen. Das zweite Mal hat Fabian in hineingeworfen
und das dritte Mal hat Paula ihn mit hineingezogen, als er versucht
hatte sie hineinzuschupsen. Zum Glück gab es doch noch
fähige Leute, die es geschafft haben für Flo und die
anderen ein Lagerfeuer zu machen. Darauf haben wir dann Stockbrot
gegrillt.
von: Linus, Niklas, Lasse, Luk
Freitag, der 30.05.08
Der 30.5. war vom Wetter gesehen der schönste und leider
auch der letzte Tag der Klassenfahrt. Die Sonne schien und es
war nicht zu windig. Morgens gab es wie eigentlich jeden Tag
um 8 Uhr Frühstück. Danach machten wir uns für
den Heimweg bereit und dann segelten wir auch schon vom Hafen
in Bagenkop los in Richtung Kiel. Wir vermuteten, dass wir um
15 Uhr in Kiel sein würden. Weil die Klasse müde und
kaputt war, lagen die meisten auf dem Deck und haben sich in
der Sonne ausgeruht. Sie mussten erst wieder richtig mit anpacken,
als der Kapitän Klaas uns davon berichtet hatte, dass wir
die Zimmer aufräumen, die Betten neu beziehen und das Deck
schrubben mussten.
Als die Arbeit vorbei war, haben die meisten Müsli gegessen
und sich unterhalten. Einerseits haben sich fast alle gefreut
bald wieder zuhause sein zu können, doch andererseits wollten
viele noch eine Woche länger mit der Klasse zusammen segeln.
Als wir dann in Kiel angekommen sind, haben wir an ein anderes
Segelschiff angelegt und eine Art Kette gebildet um die Gepäckstücke
an Land zu bringen. Als wir damit fertig waren, hat der Kapitän
noch eine kleine Rede gehalten, und wir haben uns für die
schöne Woche bei ihm bedankt. Anschließend sind alle
mit Fahrgemeinschaften nach Hause gekommen.
von: Neele, Roya, Michèle, Kim, Vanity
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Unser Schiff: Die Flying Dutchman
Das Segelschiff Flying Dutchman ist ein luxuriöser Zweitmastschoner
mit einer Segelfläche von 480m² (Länge: 39m ,
Breite: 6,5m, Tiefgang: 2.5m), das für jede Art von Anlässen
für einen fairen Preis mitsamt der zwei Mann starken Crew
für max. 28 Personen gemietet werden kann. Das Schiff ist
aber nicht altbacken und muffig, da es im Winter 2003/2004 vollständig
neu aufgebaut wurde.
Draußen kann man auf dem großen Deck, auf dem man
gemütlich an zwei Tischen auf Bänken sitzen kann,
während der Fahrten die Sonne genießen und sich beim
Hissen der insgesamt 7 Segel wie ein Pirat fühlen. Abends
nach getaner Arbeit kann man dann gemütlich im Deckhaus
in der Bar den Tag ausklingen lassen. Auch wenn man dann mal
in sein Zimmer gehen will, kriegt man keinen Schrecken, sondern
ist auch, wenn die Zimmer sehr klein sind, positiv von gemütlichen
Hochbetten, einer Klimaanlage und einem eigenen abschließbarem
Bad mit Dusche und Klo überrascht. Außerdem zu erwähnen
ist das Netz vorne am Schiff, was natürlich bei großen
Schiffen keine Besonderheit ist, uns aber sehr viel Freude bereitet
hat. Dort konnte man die Fahrt am besten genießen und
auch das Springen vom Netz ins eiskalte Wasser werden wir wohl
auch nicht so schnell wieder vergessen. Aber auch die Reise
an sich wird den meisten wohl noch lange positiv in Erinnerung
bleiben.
Zusätzliche Daten:
1) Technische Daten
Länge: 39,55 m
Breite: 06,50 m
Tiefgang: 02,50 m
Segeln: 7 Segel mit einer Fläche von 480m ²
Brutto-Registertonnen: 120 t
Wasserverdrängung 120 t
2) Sicherheitsvorkehrungen:
Rettungsinseln
Rettungsringe
Rettungswesten
Feuerlöscher
Beiboot
3) Kajüten
10 Doppelkabinen
2 Vierpersonenkajüten
Kabinenausstattung: Etagenbetten, Dusche, Toilette, zentrale
Klimaanlage
von: Daniel, Luca, Fabian und Cedric
Die Fahrt mit dem Flying Dutchman
11. August bis 17. August im Sommer 2008
Montag
Warten Sie auch auf den Bus nach Rostock?" Nein,
ich warte auf den Flying Dutchman nach Dänemark."
Der kommt nicht. Zuviel Wind. Wir werden mit dem Bus abgeholt
und fahren nach Rostock." Wir sitzen im Cafe am Thiessenkai
und warten. Da kommt der Agent angelaufen Der Skipper
holt Euch in einer halben Stunde ab", sagt er. Die halbe
Stunde vergeht. Nach einer Stunde winkt der Agent uns aufgeregt
zu und streckt fünf Finger in die Luft. Das kann heißen
noch fünf Minuten oder noch fünf Stunden. Tatsächlich,
nach einer Stunde kommen der Skipper Klaas und Maat Gerrit mit
dem Bus. Nach und nach trudeln die Mitsegler Hermien, Yvonne,
dann Jürgen und zuletzt Jeanne ein, alle kommen mit dem
Zug aus Holland, kein Zug war pünktlich.. Jürgen ist
schon morgens um 5 aufgestanden, hat Zügehopping gemacht
und dabei kaum etwas gegessen, was er jetzt versucht nachzuholen.
Um halb fünf sind wir vollzählig und immer noch am
Thiessenkai.
Um halb sieben werden wir von Truus, dem Hund, Annecke, der
Tochter von Hermien und Mariella, der Tochter von Klaas, den
eigentlichen Chefs an Bord, begrüßt. Ihnen untersteht
alles zwischen Kombüse und Takelage.
Die Tagliatelle schmecken großartig, das Bier ist vom
Fass, Warnemünde ist ein Ententeich ohne Enten und wir
sitzen beschaulich beieinander und sprechen deuschholländisch,
also wir Deutschen Deutsch, und die anderen geben ihr bestes,
Jürgen sogar sein allerbestes, denn er ist Muttersprachler
für beides.
Johann! Joooohann, bist du wach? Nein, ich bin nicht
wach." Das sind die ersten Sätze, die ein Holländer
in deutscher Sprache lernt, und sie sind universal einsetzbar.
Dienstag
Um 9 Uhr gibt es Frühstück, es steht auf dem Tisch,
wie von Zauberhand gemacht, aber wahrscheinlich waren es doch
Annecke und Mariella. Der Skipper ist unauffindbar. Man sagt,
er holt Proviant. Der Maat fährt mit dem Schlauchboot hinterher,
um ihn vom Kaufmann abzuholen. Sieht total schick aus, wie er
davon braust. Um elf ist alles klar Schiff, nur Klaas und Gerrit
sind noch nicht wieder da. Wilfried meint, es würde ihm
prima gefallen, nur hätte er sich einen Segeltörn
irgendwie mit mehr Segeln vorgestellt.
Um halb 12 legen wir ab. Wohin geht's?" Wo
der Wind uns hinweht." So sehr weht der Wind allerdings
nicht. Es sind vielleicht 1 bis 2 Knoten, damit ist nicht viel
Fahrt zu machen. Es wird an allen Strippen gezogen, Annecke
hat die Mannschaft fest im Griff, alle Segel werden gesetzt,
das große Groß, das kleine Groß genannt Skunnarsail,
die Fock, der Binneklüver, der Beutenkloiver und der Flieger.
Wir machen zwei Knoten Fahrt. Es geht nach Nystadt",
sagt Klaas und breitet die Karte vor uns aus. Das sind bummelig
30 Seemeilen. Bei dem Tempo, das wir vorlegen, sind wir frühestens
in 10 Stunden da. Fahren wir über Gedser oder durch
die andere Rinne." Klaas grinst. Typisch, die Deutschen,
wollen immer alles ganz genau wissen, wollen schon mittags um
halb eins wissen, wo sie nachts um 12 durchfahren. Wo
der Wind uns hinweht."
Wie heißt Du genau?" Gerrit - Golf ego
romeo romeo india tango." übrigens: G spricht
man wie Chrrrr. Um halb 2 gibt es Dekobrötchen und Tomatensuppe,
wieder sehr lecker und wieder von Zauberhand gemacht.
Rechts ist eine grüne Tonne. Wir denken, es ist die grüne
Tonne vom Sperrgebiet der Kadettrinne. Also haben wir knapp
die Hälfte nach Nystadt geschafft. Auf Befragen gibt Anneke
grinsend die Koordinaen durch: N 54°15'14'' E 11°5'09''.
Aha, dann ist es doch nicht die grüne Tonne der Kadettrinne,
sondern die grüne Tonne 5 der Rostocker Betonnung, wir
haben uns in den letzten vier Stunden ungefähr 3 Seemeilen
von Warnemünde entfernt, aber immerhin sind schon die Kartoffeln
geschält und in Streifche geschnitten.
Das Wetter ist soso. Jeanne findet es gut genug für ihre
Sonnenbrille, Wilfried findet es zu wenig windig, Hermien trägt
ihre großen Ohrringe mit 7 Zentimeter Durchmesser für
leichte Winde bis Stärke 3. Klaas ruft zur Lagebesprechung.
Morgen kommt der Wind aus Südwest, das ist schlecht. Morgennachmittag
gibt es Windstärke 5 bis 6, das ist nicht schlecht. Übermorgen
kommt der Wind mit sieben bis acht, das ist ganz schlecht. Also
gehen wir lieber nicht nach Nystadt. Am besten ankern wir im
Nordosten von Fehmarn. Da liegen wir geschützt vor dem
Wind aus Südwesten. Die weitere Planung geht so: am Mittwoch
fahren wir bei 5 bis 6 mit halben Wind nach Sonderburg und dort
können wir dann gemütlich bei 7 bis 8 einwehen. Freitagnachmittags
schleichen wir uns in die Flensburger Bucht, nehmen am Hafenfest
teil und laufen Samstag nach Bagenkop. Irgendwelche Einwände?
Bedenken?? Änderungswünsche??? Keine! Also los. Mit
sanftem Wind - Das ist die Ruhe vor dem Sturm, sagt Klaas -
laufen wir nach Fehmarn und lassen den Anker fallen. Naja, fast
- er klemmt. Annecke rückt ihm mit dem 2-Kilo-Vorschlaghammer
zu Leibe, während wir Gulasch mit Bohnen und Kartoffelgratin
essen. Das wird sonst kalt."
Truus fährt mit dem Schlauchboot an Land, Pipi machen
oder auch mehr. Abends gibt es Wetterleuchten: kurz kurz
lang kurz kurz lang. Kann auch ein Leuchtturm sein",
sagt Annecke. Da hinten ist deutsches Sperrgebiet, also
ist es eine Schießübung", sagt Wilfried. Ist
Wetterleuchten mit Blitzen bei Schießübungen am Leuchtturm"
sagt Klaas. Als das Wetterleuchten vom deutschen Himmel über
Dänemark abzieht, korrigiert er in internationale Schießübungen.
Jeanne findet, das ist keine Übung mehr, sondern schon
eine ausgewachsene Vorstellung. Morgen gibt es um schon
um halb neun Frühstück. Und denkt dran: wir werden
einen langen, ungemütlichen Ritt nach Sonderburg haben.
Wilde Küsten" ???" Gute Nacht."
Mittwoch
Um halb neun gibt es Frühstück. Jeanne erscheint
mit ihren Bergsteigerstiefeln für schlechtes Wetter und
ohne Sonnenbrille und Hermien hat statt der 7-Zentimeter-Ohrringe
ihre sturmerprobten 3-Zentimeter-Ohrringe an. Es ist strahlender
Sonnenschein und ruhige See, Windstärke 3. Der Anker klemmt
ein bisschen beim Ankerlichten und dann geht's los mit Segelsetzen.
Trotz des leichten Windes kriegt das große Groß
2 Reffs verpasst und das Skunnersail immerhin ein Reff. Das
ist dann doch schon etwas beunruhigend, vielleicht kommt doch
noch ein wenig mehr Wind. Außerdem werden Fock und Klüver
gesetzt.
55 Seemeilen sind es bis Sonderburg. Wir machen um die 4 Knoten
bei Windstärke 5 bis 6, allerdings unter Landabdeckung
von Fehmarn. Das kann ja heiter werden, wenn wir erst auf offener
See sind. Wird aber nicht heiter, im Gegenteil, der Wind wird
weniger, doch der Seegang bleibt, so richtig nettes Kotzewetter
und noch 40 Seemeilen bis Sonderburg. Gegen 12 Uhr nachts
könnten wir ankommen, also noch heute! Nein, sagt Klaas,
um acht Uhr sind wird da.
Und dann legt der Wind wieder zu. Der Skipper hat nicht zuviel
versprochen. Es wird tatsächlich ein total ungemütlicher
Ritt. Die Plicht hat ständig landunter, die Flying Dutchman
geht in den Wellen auf und nieder, bei 8 bis 9 Windstärken
zerfetzt es den Beutenkloiver, dann rutscht Gerrit aus und verwundet
sich schwer am Hinterkopf, es regnet 1 Liter große Tropfen
und schließlich gibt es Wassereinbruch in die Kajüte.
Das Wasser kommt durch den Spalt im Mastfuß. Hermien stopft
das Loch mit Handtüchern, wischt auf und trocknet die nass
gewordenen Bänke.
Alle haben sich dem Wetter angepasst. Jeanne hat die Sonnebrille
gegen ihre Gummihose getauscht, Jürgen trägt Gummistiefel
zu nasser Hose und Evert sitzt gottergeben mit Südwester
auf der Bank und wartet. Der Skipper hat einen Overall und Gummistiefel
an und selbst Annecke trägt Wetterhose und Windjacke zu
ihren nackten Füßen.
Der Stadthafen von Sonderburg ist voll. Da müssten wir
ins Päckchen. Doch die Innenlieger wollen sicher schon
um sechs Uhr morgens weiter. Da gehen wir lieber in den Industriehafen.
Gerrit will mal mit dem Motorboot voraus fahren, um zu sehen,
ob was frei ist, aber das Motorboot will lieber ohne Gerrit
voraus fahren und macht sich von der Leine. Annecke klettert
in Windeseile über den Bug, springt vom Bugsprit ins Schlauchboot
und macht den Motor an. So nicht, liebes Schlauchboot, immer
schön artig bleiben, du wirst noch gebraucht.
Es gibt Reis mit Curryhuhn. Mariella kann wirklich super gut
kochen, das hat sie vom Vater, der kann nette Sachen mit Fisch
und Muscheln, wie er sagt.
Hermien kommt aus den Tiefen des Schiffes mit duftigem Haar,
einer Blumenbluse und Blumenparfüm. Sie ist total frisch
geduscht und - wie immer bester Laune. Klaas gibt ein
Geheimnis preis: man muss als letzter duschen. Wenn man als
erster duscht, riecht man, wie die anderen riechen, das will
an nicht. Wenn man als letzter duscht, riechen die anderen,
wie man riecht, das ist einem egal. Ach übrigens: warum
haben Beamte Fenster bis auf den Boden? Damit sie auch beim
Schlafen aus dem Fenster gucken können. Aber warum sehen
Beamte vormittags nicht aus dem Fenster? Damit sie für
nachmittags noch was vorhaben.
Wenn Beamte auf Bäume klettern: warum kommen sie nie an
die Spitze? Die Baumen wachse sneller", sagt Klaas.
Yvonne versucht, die Genevervorräte nieder zu machen, scheitert
aber.
Gerrit ist mit seinem Loch im Kopf in der Klinik, aber der
Arzt ist nicht da. Abends ist Dänemark leer, sagt Klass.
Offensichtlich. Der Apotheker klebt ihm ein vaterländisches
Pflaster in Form der dänischen Flagge auf die Wunde. Ist
nicht schlimm", sagt er. Na, wenn er's sagt
Willste rüsten." ???" Gute
Nacht."
Donnerstag
Hermien hat wieder ihre 7-Zentimeter-Durchmesser-Ohrrige an,
denn es ist praktisch windstill, von 7 bis 8 keine Spur. Wir
sollten einen Landfall machen und einen Blick auf Sonderburg
werfen, aber das Frühstück ist vorbei und bis jetzt
ist noch keiner losgegangen. Könnte am Wetter liegen: Regen,
kein Regen, Regen, kein Regen, Regen. Doch dann kommt die Sonne
und alle ziehen los. Kommt Ihr wieder?" Wenn
wir ein schöneres Schiff finden
, wer weiß."
Die Danish Maritime Authotity kommt an Bord. Sie möchte
mal sehen, wie der Flying Dutchman Feuer löscht, ob die
Kombüse sicher ist und wie hübsch der Motor aussieht.
Looks all very fine", sagt der Söfartsstyrelsen.
Reine Schikane", meint Gerrit, aber er meint es ganz
leise, damit die Dänische Autorität es nicht hört.
Um zwanzig nach drei geht die Brücke hoch. Nun aber hopp.
Klaas ist die Ruhe selbst, wie immer. Leinen los, Gerrit ersetzt
mit seinem Schlauchboot das Bugstrahlruder und noch bei Rot
geht es gemütlich durch die Brücke und man kann sogar
noch einen Segler vorlassen, der unbedingt mit seiner Crew unter
Segel die Brücke passieren muss.
Die zwei Stunden nach Flensburg geht es unter Motor. Segel
hochziehen lohnt nicht für zwei Stunden?" Doch: Aber
nicht gegenan. Sonnenschein, Schwachwind, Regen und mächtige
Böen, es ist wieder Mal alles dran.
Es gibt Tilapia, Salat und Pommes frites, als Nachtisch Schokolade
von 37% bis 85%. 37% ist zuerst alle, Ab 75% Kakaoanteil
ist Schokolade gesund", sagt Jeanne und nimmt 40%. Mitten
in den Fisch platzt der Zoll. Essen Sie ruhig erst auf."
Das dauert aber noch drei Stunden", sagt Klaas. Das
macht den Grünen nichts, sie haben noch vier Stunden Dienst.
Kaum sind die Grünen weg, kommen die Blauen mit ihrem
Schlauchboot längsseits, weil Gerrit und die Mädchen
das Schlauchboot klar machen. Sie wollen Wasserschi laufen wollen.
Aber nicht im Hafen. Bei mehr als 4 Knoten kommt der Hafenmeister
und kassiert 120 Euro." Aber die Polizei will Klaas auf
der Seekarte zeigen, wo man schneller fahren darf. Hast
Du Alkohol?", fragen sie Mariella. Nein", sagt
Mariella. Warum nicht?" Ihr seid noch im Dienst",
sagt Mariella.
Abends scheint der Mond über Flensburg. Was ist
wohl das rote Blinklicht da hinten?" Das ist ein
rotes Blinklicht", sagt Klaas. Na klar, aber warum
ist es da. Vielleicht ein Leuchtturm?" Oder das Toplicht
von einem Windrotor?" Wahrscheinlich eine Schießübung",
sagt Klaas.
Well trüsten." ???" Gute Nacht."
Freitag
Truus nimmt an jedem Frühstück teil, er leckt die
Krümel vom Boden. Ich habe den Hund noch nie lachen
hören", sagt Evert auf holländisch. Stimmt, der
Hund hat noch nie gelacht. Wer die Krümel auflecken muss,
hat nichts zu lachen. Aber es kann natürlich auch daran
liegen, dass blaffen nicht lachen sondern bellen heißt.
Im Flensburger Hafen ist strahlender Sonnenschein. Alle
Wetter gehat, dieses Woch", meint Annecke. Ja, das kann
man sagen und dieses Woch ist noch nicht vorbei. Vielleicht
kriegen wir alle Wetter noch einmal.
Wir liegen direkt mitten in Flensburg vis à vis von
Onkel Jule, umgeben von Würstchen-, Pommes- und Eisbuden.
Heute Abend bleibt die Kombüse kalt", sagt Klaas.
Stattdessen gibt es
" Er liest vor: Zuerst
Nackensteak im Brötchen und Pommes Frites, dann Quarkbällchen
und Marzipantörtchen, und als Dessert Tivoli-Eis."
Keine schöne Vorstellung, wenn man Mariellas Küche
gewöhnt ist. Erfreulicherweise gibt es dann aber doch wieder
Essen an Bord, Gott sei Dank etwas später als gewöhnlich,
sonst hätten wir das völlig verkorkste Anlegemanöver
der Mercedes nicht in vollen Zügen bis zum Ende genießen
können.
Die Parade der Traditionssegler ist sehr übersichtlich,
wenn wir nicht dabei wären, müssten sie zu dritt segeln.
Mit uns sind wir immerhin zu viert. Aber der Laternenumzug der
Kleinen ist total niedlich. Die meisten haben sich sehr viel
Mühe gegeben und Lichterketten an den Mast und in die Wanten
gehängt.
Zum Feuerwerk legen alle Großsegler wieder ab, um das
Schauspiel mit ihren Gästen außerhalb des Hafens
zu genießen. Nur wir dürfen gemütlich im Hafen
bleiben, denn wir sind keine Tagesgäste, die ein bisschen
hin- und hergeschaukelt werden müssen. Es werden 3000 Schuss
verpulvert, das ist nun endlich eine richtige Schießübung.
Allerdings zählt Jeanne nur bis 2998.
Danach kommen die Großsegler zurück, die Artemis
legt geräuschlos an, die Antigua auch und dann kommt die
Mercedes.
Samstag
Mariella hat Brötchen gekauft und den Wetterbericht mitgebracht.
Heute ist nur 2 bis 3, das ist doch arg wenig, aber Mittwoch
gibt es Wind bis 12. Donnerschlag, das würde ein Ritt werden
bei Windstärke 12. Aber dann sind es doch nicht Beauforth
sondern nur Knoten, also gibt es Mittwoch nur 5 bis 6 Windstärken
und heute nichts bis gar nichts.
Hermien erscheint mit großen Ohrringen und einem leichten
Sommershirt zum Frühstück. Woher weiß sie unten
in ihrer Kabine, wie oben das Wetter ist? Nein, das ist
umgekehrt", sagt Evert. Das Wetter guckt, wie Hermien
angezogen ist." Schade, dass sie nicht die sturmerprobten
Ohrringe anhat. Also muss motort werden, denn es ist kaum Wind.
Um 10 Uhr geht es ab nach Kappeln.
Bei Pilzsuppe und Dekobrötchen gibt der Skipper kleine
Verzellchen zum Besten. Von den beiden Fischern, die mitten
in der Hafeneinfahrt ankern ohne Ankerball. Sah aus, als
ob sie gleich Motor anschmeißen und weg sind." Aber
sie schmeißen nichts an, sondern bleiben bräsig liegen.
Klaas kann nicht mehr ausweichen und nimmt sie mit seinem Seitenschwert
an den Haken. Das Boot geht sofort auf Tauchstation, Klaas kann
gerade noch die beiden Fischer einsammeln. Die sind sehr glücklich,
obwohl ihr Boot weg ist. Sie können nämlich nicht
schwimmen.
Oder die Geschichte von dem Segler, der mit Vollzeug auf die
Flying Dutchman zufährt. Wieso sieht der das große
Schiff nicht? Dann fällt er ab, es geht klar, die beiden
kommen aneinander vorbei. Doch im letzten Moment dreht er wieder
auf die Flying Dutchman zu. BUFF! Mast ab, Wanten ab, alles
flach rasiert. Warum denn die Wende auf die Flying Dutchman
zu?. Die Tochter saß am Steuer, Papa und Mama waren unter
Deck. Papa, da kommt ein großes Schiff." Du
machst das schon." Aber sie macht es doch nicht, sondern
kriegt im spannenden Moment Panik. BUFF. Oder die Geschichte
von der Schleuse, in die die FD man gerade ganz knapp reinpasst
und immer sind schon ein paar Yachten drin, sodass sie nicht
mehr rein kommt. Also gut, Verabredung mit der Brücke,
Ihr fahrt schon bei Rot, dann seid Ihr schon mal drin und die
kleinen Yachten bleiben draußen. Gesagt getan , rot kommt,
aber Teufel noch eins, schon wieder drängt sich eine Yacht
vor. Es passen ganz knapp beide rein, Yacht und FD. Aber in
der Panik knallt die Yacht die Leinen so fest, dass sie in den
Seilen hängt, als das Wasser weggeht. Gerade will Klaas
der Brücke sagen, dass sie das Wasser wieder reinlassen
sollen, da kappt der Skipper der Yacht die Leinen, erst vorne:
BUFF, dann hinten: BUFF. Vielleicht ist der Motor da geblieben,
wo er war, viel mehr sicherlich nicht", meint Klaas. Oder
die Geschichte mit der Schleuse und der Frau, die oben ohne
topless sagt Klaas - an Deck ihrer Yacht liegt. Da stehen
die vom Großsegler denn alle an der Reeling und schauen
hinunter auf die Yacht. Wie die Geschichte weiter geht, weiß
man nicht. Der Rest wird auf Holländisch erzählt.
Um 3 Uhr wird der Motor ausgemacht und bei Null Wind werden
zwei Segel hochgezogen, die Mädchen wollen schwimmen. Gut,
dass sie nicht Wasserschi fahren wollen, sonst müssten
alle Segel hoch. Aber sie wollen natürlich doch Wasserschilaufen,
doch Gott sei Dank mit dem Flyer von Gerrit, der ist dann doch
etwas schneller als der FD - auch ohne Segel.
Dann gibt es Käptensdinner: Salm und Scampispieße
und Rösties, Brot und Salat, Pfannkuchen mit Eis und Früchten
zum Dessert. Schade, dass Jürgen seinen weißen Smoking
zuhause vergessen hat und nur seine kurzen Hosen trägt.
Das hätte sich jetzt gut gemacht. Klaas weiß noch
ein Verzellchen: die Geschichte, wo seine Gäste, alles
bessere Leute aus USA also nicht ganz gute , aber bessere
an Bord waren und ein ganz Edler aus USA aus Jux erzählte,
die Queen hätte angerufen, ob er nicht mit allen Amerikanern
auf einen Lunch vorbeikommen wolle. Aber leider, Prinz Phillip
habe darauf bestanden, dass die Tischmanieren okay sein müssten
Die sollen mit Messer und Gabel essen können."
Da wurde dann leider nichts mit der Einladung zur Queen. Mit
Messer und Gabel ist schwer bei die Amis", meint Klaas.
Abends ist eine Mondfinsternis. Um 11 Uhr 13 soll der Höhepunkt
kommen: Der Mond leuchtet blutrot über Deutschland verspricht
das Hamburger Abendblatt. Nur über Deutschland",
sagt Klaas: Über die Grenze ist Stopp. Emden ja,
Groningen nein." Wilfried meint sogar, es sei eine Mondfinsternis
speziell nur über Kappeln. Ein Feuerwerk wie die Flensburger
kann sich so eine kleine Stadt nicht leisten, da machen sie
eben mal eine Mondfinsternis, die ist umsonst.
Man ist allgemein schwer beeindruckt, obwohl das Blutrot doch
eigentlich allenfalls Braun ist. Vielleicht ist deutsches
Blut eher braun", sagt Klaas. Jeanne meint, sie hätte
schon bessere Höhepunkte gehabt.
Sonntag
Truus hat noch einen kleinen Landgang gemacht und sich um zwei
Uhr nachts als letzter aus der Kneipe schmeißen lassen.
Jürgen ist noch mal aus seiner Koje gekrochen, um ihn wieder
an Bord zurück zu bringen. Um neun Uhr Leinen los und dann
hinunter nach Schleimünde, ein Verkehr wie auf der Autobahn.
Draußen wird der Fäkaltank leer gepumpt. Es kommt
nur Brühe, keine Klümpchen, keine alten Bekannten
kein Klopapier. Wieso nicht? Vor der Pumpe sitzt ein Schredder.
Ja so.
Vor Damp kommt Jürgen einer Wespe zu nahe, fühlt
sich danach gar nicht gut und rechnet mit vorzeitigem Ableben.
Gut dass wir bald über Stollergrund fahren, da könnte
er beigesetzt werden. Geht nicht", sagt Klaas, Leichen
müssen drei Tage an Bord bleiben." Tja dann
Erstes Internationales Alumni-Segelseminar ... dem hoffentlich
noch viele folgen werden!
Lemmer am IJsselmeer, Hafen C, Mittwoch 6. Juni 2007 gegen
19.00 Uhr:
Eine Gruppe, die inhomogener nicht erscheinen könnte,
trifft auf dem Zweimastschoner Vliegende Hollander ein. Sie
verbindet jedoch eine ganz wichtige Eigenschaft: sie sind alle
Absolventen der TU Kaiserslautern und fühlen sich ihrer
Universität soweit verbunden, dass sie das Angebot, an
einem gemeinsamen Törn über das IJsselmeer teilzunehmen,
begeistert angenommen haben. Obwohl die Altersstruktur vom Abschlussjahr
1979 bis 2006 reichte, hatte die besondere Atmosphäre an
Bord bereits am Donnerstag eine geschlossene Mannschaft geformt,
die nicht nur jede Menge Spaß miteinander hatte, sondern
zusätzlich die Zeit zwischen den Segelmanövern nutzte
für Gespräche unter Fachkollegen. Für alle eine
neue Erfahrung war das Segeln auf einem Schoner mit insgesamt
acht Segeln die koordiniert gesetzt, geschiftet und geborgen
werden wollten.
Es war von der Organisation auch nicht nur einfach ein Törn.
"Gelassener und doch wirkungsvoller - Das etwas andere
Motivationstraining", von Christian Ehrlich - ehemaliger
Mitarbeiter des Fachbereichs Wirtschaftwissenschaften - perfekt
auf die besondere Situation auf einem Schiff zugeschnitten und
flexibel gestaltet, bot allen Teilnehmern genügend Gelegenheit
ihre eigene Arbeitssituation und Lebenssituation zu reflektieren
und schwierige Situationen innerhalb der Gruppe oder im Gespräch
mit Christian zu diskutieren.
Der Abend gehörte der Fachsimpelei über Salzlämmer,
Kaimauern, letzte Beispiele, weißer Schrift auf weißem
Grund, der Tatsache, dass es irgendwo auf der Welt immer 11.00
Uhr ist und den Gemeinsamkeiten von Segelunterricht und Tanzunterricht
für Ehepaare.
An dieser Stelle ein großer Dank an den Freundeskreis,
ohne dessen Bereitschaft, das finanzielle Risiko dieses ersten
Seminars mitzutragen, es dieses Seminar nie gegeben hätte.
Fazit:
Alle Teilnehmer waren begeistert, möchten eine Wiederholung
des Alumni-Segelseminars und werden in diesem Fall weitere Ehemalige
aus ihrem Umfeld ansprechen ebenfalls teilzunehmen.
Das tolle Gemeinschaftserlebnis auf dem Schiff hat die Teilnehmer
um einiges enger mit "ihrer Universität" verbunden.
Über künftigen Alumni-Seminaren wird eine eigene "Alumni-Fahne"
wehen, gesponsert, designed und verwirklicht von einigen Seglern
des ersten Seminars.
Für mich als Alumnibeauftragte der TU haben diese Tage
gemeinsam mit den Alumni einige Erkenntnisse gebracht.
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Als Alumni fühlt man sich seiner TU verbunden. Der
erste Weg auf der Suche nach Projektpartnern, neuen Mitarbeitern
oder fachlicher Unterstützung führt an die TU.
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Trotz dieser überaus positiven Grundeinstellung ist
die Realisierung der Vorhaben mit dem "Wunschpartner"
oft schwierig, finden die Anliegen nicht immer Gehör.
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Die intensive Alumniarbeit lohnt sich, da die Bereitschaft
sich mit seiner Universität einzulassen gegeben ist.
Damit ist die beste Grundlage vorhanden, um eine dauerhafte
Beziehung aufzubauen, wenn man dazu nur die Gelegenheit bietet.
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Um die Alumniarbeit langfristig erfolgreich zu machen ist
es in den Fachbereichen dringend nötig, den Ehemalige
der TU (unabhängig davon, ob sie vom eigenen Lehrstuhl
kommen oder nicht), eine vorrangige Behandlung ihrer Anliegen
einzuräumen. Sonst bleibt Alumniarbeit auf dem Niveau
der Adresssammlung stecken.
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An dem nächsten Alumni-Seminar sollten Vertreter der
Fachbereiche teilnehmen.
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Das nächste Segelseminar findet vom 21. Mai bis zum
25. Mai 2008 statt. Die Anmeldung ist bereits möglich.
Logbuch:
Mittwoch, 6. Juni 2007, 19.00 Uhr: Einschiffen auf der Vliegende
Hollander in Lemmer, Skipper: Klaas van Twillert, Maat: Laurentz
van Twillert, Koch: Claude Gerum, Mannschaft: 24 Alumni
Donnerstag, 7. Juni 2007: 11.30 Uhr Ablegen in Lemmer, Wind
NO, Stärke 4-5, 18.30 passieren der Schleuse in die Waddenzee
in DenOever und Anlegen.
Freitag, 8. Juni 2007: 11.00 Uhr Ablegen in Den Oever, Wind
NO, Stärke 3-4 und dann abfallend auf 2, Anlegen um 17.00
Uhr in Texel
Samstag, 9. Juni 2007: 10.45 Uhr Ablegen in Texel, Wind NW,
Stärke 3, über Schleuse Kornwederzand ins IJSelmeer,
Anlegen um 19.00 Uhr in Stavoren
Sonntag, 10. Juni 2007: 10.30 Uhr Ablegen in Stavoren, Wind
von Stärke 2 abfallend, Anlegen um 15.00 Uhr in Lemmer,
Ausschiffen um 16.00 Uhr.
Insgesamt wurde eine Strecke von 178 Seemeilen zurückgelegt.
Annette Mechel
Impressionen Segelseminar 2007: