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ZeilvakantieDe Flying DutchmanDe Vliegende Hollander


Sailcharter

Klaas en Xandra van Twillert:
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Schoolstraat 2
8261 KA Kampen

Logbuch

Klassenfahrt der 9b im Mai 2008: Segeltörn durch Dänemark

Unsere Route: Kiel - Kappeln - Faaborg (Südfünen) - Aeroskobing (Aerö) - Bagenkop (Langeland) - Kiel

Montag, der 26.05.08

Am 26.5.08 hieß es für die Schüler und Schülerinnen des Kreisymnasiums Bargteheide früh aufstehen, denn bereits um 7.45 Uhr mussten sie sich an der Bushaltestelle hinter der Sporthalle eingefunden haben. Nach einigen "Drohungen" der Klassenlehrerin Frau Zacharias bezüglich des pünktlichen Erscheinens waren tatsächlich sämtliche Schüler zur vorgegebenen Zeit anwesend. Nachdem alle einen Platz in einer der Fahrgemeinschaften ergattert hatten, ging es weiter nach Kiel, zur Blücherbrücke, wo der Zweimaster "Flying Dutchman" lag. Dort angekommen, fing es prompt an zu regnen, doch die 9b ließ sich ihre Zuversicht nicht nehmen und machte sich voller Elan an das Verladen des Gepäcks und der Lebensmittel. Als dies erledigt war, durften sie die Kajüten beziehen, was mit einigem Durcheinander vonstatten ging. Wenig später stellten sich Kapitän Klaas und Skipperin Anneke vor, und nachdem der Kapitän die Regeln an Deck erläutert hatte, segelten sie los. Das Tagesziel, das es zu erreichen galt, war eine Stadt in Dänemark.
Nachdem sie den Hafen verlassen hatten, wies Anneke sie in die Kunst des Segelns ein. Am Anfang waren alle begeistert, auch wenn das Schwanken des Schiffes für manch einen ungewohnt war. Auf dem offenen Meer wurde der Seegang stärker und auch das Wetter war nicht so sonnig, wie man es sich erhofft hatte. Dies wurde einigen zum Verhängnis und das anfänglich mulmige Gefühl steigerte sich zur Seekrankheit. Aufgrund des starken Seegangs und der Einsicht bzw. des Mitgefühls des Kapitäns verlegten sie ihr Ziel vor und legten um 18 Uhr in der deutschen Stadt Kappeln an. Nach dem Anlegen erholten sich alle recht schnell und die für den Tag bestimmte Kochgruppe ging ihrer Pflicht nach, während die anderen Freizeit hatten.
Mit einiger Verspätung und einer Küche, die einem Schlachtfeld glich, servierte die Gruppe Spaghetti mit Tomatensoße. Trotzdem aßen alle mit Appetit.
Den Abend verbrachte die Klasse mit lesen, Karten spielen, pokern und Musik hören.
So ging der erste Tag ihrer Reise friedlich zu Ende.


von: Paula, Lisa, Celina, Anne, Kristin

Dienstag, der 27.05.08

Trotz des anstrengenden ersten Tages standen wir alle gut gelaunt auf. Nur Anne ging es leider nicht gut; sie war krank und musste abgeholt werden. Nach dem Frühstück wollten wir gegen 10.30 Uhr lossegeln, doch das ging nicht, denn auf einmal war unser Bordhund verschwunden. Nach ca. 1 Stunde und 30 Minuten Suchen fanden ihn Endi und Cedric bei der Kirche in Kappeln. Nun konnte es endlich losgehen. An diesem Tag war das Meer gnädig mit uns, denn es gab keine sehr hohen Wellen wie am Montag. Trotzdem hatten wir viel Wind und kamen schnell voran. Der Kapitän konnte auch den Motor abstellen, so dass sich die schönen Sonnenstunden an Deck gut genießen lassen konnten. Diesmal waren alle fit zum Mithelfen.
Als wir uns dem Zielhafen Faaborg näherten, kam auch das Schiff der 9a in Sicht, das vor uns gewesen war und das wir jetzt einholten. Viele freuten sich, denn es war klar, dass wir zusammen in einem Hafen sein würden. Die 9a erzählte uns, dass sie die gleichen Probleme wie wir am ersten Tag gehabt hatten. Faaborg ist im Vergleich zu anderen dänischen Städten relativ groß. Wir gingen in die Innenstadt, die leider wie ausgestorben war. Abends kochten Celina, Paula, Lisa-Marie, Fabian, Luk und Kristin. Es gab Cevapcici mit Reis, Paprika und Mais. Später wurde gepokert, andere Kartenspiele gespielt, gelesen, Musik gehört oder einfach nur "gechillt".


von: Florian, Lukas, Muhammed und Felix

Mittwoch, der 28.06.08

An diesem Morgen blieben wir sehr lange in Faaborg, da wir betankt werden mussten. So hatten wir die Gelegenheit uns in kleinen Gruppen noch einmal in der Stadt umzusehen. Da der Tanker zu spät kam, haben wir uns die Zeit mit Fußballspielen und anderen Dingen vertrieben. Gegen Mittag ging es dann endlich los, die 9a war uns schon weit voraus. Dank Sonnenschein und "gutem" Wind konnten wir erfolgreich segeln und auch heute blieben wir von der Seekrankheit verschont. Unser Ziel war Aeroskobing auf Aero. Dies ist ein hübscher Ort, mit vielen alten, typisch dänischen Häusern. Die Türen dieser Häuser waren das ein oder andere Foto wert. Nach ausführlichen Stadterkundungen haben wir den Abend wieder mit spielen, lesen und Unterhaltungen abgeschlossen.

 

Donnerstag, der 29.05.08

Nachdem am vorigen Abend einige Leute noch lang genächtigt haben, ging es früh am Morgen für Flo, Robin, Lukas, Felix, Muhammed und Kevin schon wieder ans Frühstück zubereiten. Allerdings blieb die von Skipper Klaas angekündigte Wecksirene aus und so verschlief die halbe Klasse. Zu allem Unglück hatte sogar der Wecker der Frühstücksgruppe nicht geklingelt. Nachdem das verspätete Frühstück, das meiner Meinung nach viel zu kurz war, geendet hatte, wurden einige Leute einkaufen geschickt und kauften sage und schreibe 40 Päckchen HefeJ für das geplante Stockbrotessen. Nachdem alle komplett an Bord waren, ging es los in Richtung hohe See. Voller Einsatz war von Nöten, um uns dort hinzubringen und jeder Mann und jede Frau taten ihr Bestes. Ein Glück, dass die Tabletten wirkten und so wurde auch an diesem Tag niemand seekrank. Auch das Wetter spielte uns an diesem Tag in die Karten und so kamen wir gut voran.
Kurz vor Langeland haben wir geankert und sind dann vom Boot ins Wasser gesprungen. Da das Wasser noch tief war, duften wir vorne vom Netz springen. Währenddessen hat die "Hot Dog" - Gruppe schon das Essen vorbereitet, welches allen gut geschmeckt hat.
Wie fast jeden Abend haben wir es uns richtig gemütlich gemacht. Einige haben Poker oder "Mau Mau" gespielt. Zuvor haben wir am nahe liegenden Strand gebadet. Natürlich ist dabei ganz aus Versehen auch etwas oder irgendjemand vom Steg gefallen. Einmal ein Schuh und dreimal Flo. Das erste Mal ist Flo einfach reingefallen. Das zweite Mal hat Fabian in hineingeworfen und das dritte Mal hat Paula ihn mit hineingezogen, als er versucht hatte sie hineinzuschupsen. Zum Glück gab es doch noch fähige Leute, die es geschafft haben für Flo und die anderen ein Lagerfeuer zu machen. Darauf haben wir dann Stockbrot gegrillt.


von: Linus, Niklas, Lasse, Luk

 

Freitag, der 30.05.08

Der 30.5. war vom Wetter gesehen der schönste und leider auch der letzte Tag der Klassenfahrt. Die Sonne schien und es war nicht zu windig. Morgens gab es wie eigentlich jeden Tag um 8 Uhr Frühstück. Danach machten wir uns für den Heimweg bereit und dann segelten wir auch schon vom Hafen in Bagenkop los in Richtung Kiel. Wir vermuteten, dass wir um 15 Uhr in Kiel sein würden. Weil die Klasse müde und kaputt war, lagen die meisten auf dem Deck und haben sich in der Sonne ausgeruht. Sie mussten erst wieder richtig mit anpacken, als der Kapitän Klaas uns davon berichtet hatte, dass wir die Zimmer aufräumen, die Betten neu beziehen und das Deck schrubben mussten.
Als die Arbeit vorbei war, haben die meisten Müsli gegessen und sich unterhalten. Einerseits haben sich fast alle gefreut bald wieder zuhause sein zu können, doch andererseits wollten viele noch eine Woche länger mit der Klasse zusammen segeln. Als wir dann in Kiel angekommen sind, haben wir an ein anderes Segelschiff angelegt und eine Art Kette gebildet um die Gepäckstücke an Land zu bringen. Als wir damit fertig waren, hat der Kapitän noch eine kleine Rede gehalten, und wir haben uns für die schöne Woche bei ihm bedankt. Anschließend sind alle mit Fahrgemeinschaften nach Hause gekommen.


von: Neele, Roya, Michèle, Kim, Vanity


Unser Schiff: Die Flying Dutchman


Das Segelschiff Flying Dutchman ist ein luxuriöser Zweitmastschoner mit einer Segelfläche von 480m² (Länge: 39m , Breite: 6,5m, Tiefgang: 2.5m), das für jede Art von Anlässen für einen fairen Preis mitsamt der zwei Mann starken Crew für max. 28 Personen gemietet werden kann. Das Schiff ist aber nicht altbacken und muffig, da es im Winter 2003/2004 vollständig neu aufgebaut wurde.
Draußen kann man auf dem großen Deck, auf dem man gemütlich an zwei Tischen auf Bänken sitzen kann, während der Fahrten die Sonne genießen und sich beim Hissen der insgesamt 7 Segel wie ein Pirat fühlen. Abends nach getaner Arbeit kann man dann gemütlich im Deckhaus in der Bar den Tag ausklingen lassen. Auch wenn man dann mal in sein Zimmer gehen will, kriegt man keinen Schrecken, sondern ist auch, wenn die Zimmer sehr klein sind, positiv von gemütlichen Hochbetten, einer Klimaanlage und einem eigenen abschließbarem Bad mit Dusche und Klo überrascht. Außerdem zu erwähnen ist das Netz vorne am Schiff, was natürlich bei großen Schiffen keine Besonderheit ist, uns aber sehr viel Freude bereitet hat. Dort konnte man die Fahrt am besten genießen und auch das Springen vom Netz ins eiskalte Wasser werden wir wohl auch nicht so schnell wieder vergessen. Aber auch die Reise an sich wird den meisten wohl noch lange positiv in Erinnerung bleiben.

Zusätzliche Daten:
1) Technische Daten
Länge: 39,55 m
Breite: 06,50 m
Tiefgang: 02,50 m
Segeln: 7 Segel mit einer Fläche von 480m ²
Brutto-Registertonnen: 120 t
Wasserverdrängung 120 t
2) Sicherheitsvorkehrungen:
Rettungsinseln
Rettungsringe
Rettungswesten
Feuerlöscher
Beiboot
3) Kajüten
10 Doppelkabinen
2 Vierpersonenkajüten
Kabinenausstattung: Etagenbetten, Dusche, Toilette, zentrale Klimaanlage


von: Daniel, Luca, Fabian und Cedric



Die Fahrt mit dem Flying Dutchman

11. August bis 17. August im Sommer 2008

Montag

„Warten Sie auch auf den Bus nach Rostock?" „Nein, ich warte auf den Flying Dutchman nach Dänemark." „Der kommt nicht. Zuviel Wind. Wir werden mit dem Bus abgeholt und fahren nach Rostock." Wir sitzen im Cafe am Thiessenkai und warten. Da kommt der Agent angelaufen „Der Skipper holt Euch in einer halben Stunde ab", sagt er. Die halbe Stunde vergeht. Nach einer Stunde winkt der Agent uns aufgeregt zu und streckt fünf Finger in die Luft. Das kann heißen noch fünf Minuten oder noch fünf Stunden. Tatsächlich, nach einer Stunde kommen der Skipper Klaas und Maat Gerrit mit dem Bus. Nach und nach trudeln die Mitsegler Hermien, Yvonne, dann Jürgen und zuletzt Jeanne ein, alle kommen mit dem Zug aus Holland, kein Zug war pünktlich.. Jürgen ist schon morgens um 5 aufgestanden, hat Zügehopping gemacht und dabei kaum etwas gegessen, was er jetzt versucht nachzuholen. Um halb fünf sind wir vollzählig und immer noch am Thiessenkai.

Um halb sieben werden wir von Truus, dem Hund, Annecke, der Tochter von Hermien und Mariella, der Tochter von Klaas, den eigentlichen Chefs an Bord, begrüßt. Ihnen untersteht alles zwischen Kombüse und Takelage.

Die Tagliatelle schmecken großartig, das Bier ist vom Fass, Warnemünde ist ein Ententeich ohne Enten und wir sitzen beschaulich beieinander und sprechen deuschholländisch, also wir Deutschen Deutsch, und die anderen geben ihr bestes, Jürgen sogar sein allerbestes, denn er ist Muttersprachler für beides.

„Johann! Joooohann, bist du wach? Nein, ich bin nicht wach." Das sind die ersten Sätze, die ein Holländer in deutscher Sprache lernt, und sie sind universal einsetzbar.


Dienstag


Um 9 Uhr gibt es Frühstück, es steht auf dem Tisch, wie von Zauberhand gemacht, aber wahrscheinlich waren es doch Annecke und Mariella. Der Skipper ist unauffindbar. Man sagt, er holt Proviant. Der Maat fährt mit dem Schlauchboot hinterher, um ihn vom Kaufmann abzuholen. Sieht total schick aus, wie er davon braust. Um elf ist alles klar Schiff, nur Klaas und Gerrit sind noch nicht wieder da. Wilfried meint, es würde ihm prima gefallen, nur hätte er sich einen Segeltörn irgendwie mit mehr Segeln vorgestellt.

Um halb 12 legen wir ab. „Wohin geht's?" „Wo der Wind uns hinweht." So sehr weht der Wind allerdings nicht. Es sind vielleicht 1 bis 2 Knoten, damit ist nicht viel Fahrt zu machen. Es wird an allen Strippen gezogen, Annecke hat die Mannschaft fest im Griff, alle Segel werden gesetzt, das große Groß, das kleine Groß genannt Skunnarsail, die Fock, der Binneklüver, der Beutenkloiver und der Flieger. Wir machen zwei Knoten Fahrt. „Es geht nach Nystadt", sagt Klaas und breitet die Karte vor uns aus. Das sind bummelig 30 Seemeilen. Bei dem Tempo, das wir vorlegen, sind wir frühestens in 10 Stunden da. „Fahren wir über Gedser oder durch die andere Rinne." Klaas grinst. Typisch, die Deutschen, wollen immer alles ganz genau wissen, wollen schon mittags um halb eins wissen, wo sie nachts um 12 durchfahren. „Wo der Wind uns hinweht."

„Wie heißt Du genau?" „Gerrit - Golf ego romeo romeo india tango." – übrigens: G spricht man wie Chrrrr. Um halb 2 gibt es Dekobrötchen und Tomatensuppe, wieder sehr lecker und wieder von Zauberhand gemacht.

Rechts ist eine grüne Tonne. Wir denken, es ist die grüne Tonne vom Sperrgebiet der Kadettrinne. Also haben wir knapp die Hälfte nach Nystadt geschafft. Auf Befragen gibt Anneke grinsend die Koordinaen durch: N 54°15'14'' E 11°5'09''. Aha, dann ist es doch nicht die grüne Tonne der Kadettrinne, sondern die grüne Tonne 5 der Rostocker Betonnung, wir haben uns in den letzten vier Stunden ungefähr 3 Seemeilen von Warnemünde entfernt, aber immerhin sind schon die Kartoffeln geschält und in Streifche geschnitten.

Das Wetter ist soso. Jeanne findet es gut genug für ihre Sonnenbrille, Wilfried findet es zu wenig windig, Hermien trägt ihre großen Ohrringe mit 7 Zentimeter Durchmesser für leichte Winde bis Stärke 3. Klaas ruft zur Lagebesprechung. Morgen kommt der Wind aus Südwest, das ist schlecht. Morgennachmittag gibt es Windstärke 5 bis 6, das ist nicht schlecht. Übermorgen kommt der Wind mit sieben bis acht, das ist ganz schlecht. Also gehen wir lieber nicht nach Nystadt. Am besten ankern wir im Nordosten von Fehmarn. Da liegen wir geschützt vor dem Wind aus Südwesten. Die weitere Planung geht so: am Mittwoch fahren wir bei 5 bis 6 mit halben Wind nach Sonderburg und dort können wir dann gemütlich bei 7 bis 8 einwehen. Freitagnachmittags schleichen wir uns in die Flensburger Bucht, nehmen am Hafenfest teil und laufen Samstag nach Bagenkop. Irgendwelche Einwände? Bedenken?? Änderungswünsche??? Keine! Also los. Mit sanftem Wind - Das ist die Ruhe vor dem Sturm, sagt Klaas - laufen wir nach Fehmarn und lassen den Anker fallen. Naja, fast - er klemmt. Annecke rückt ihm mit dem 2-Kilo-Vorschlaghammer zu Leibe, während wir Gulasch mit Bohnen und Kartoffelgratin essen. „Das wird sonst kalt."

Truus fährt mit dem Schlauchboot an Land, Pipi machen – oder auch mehr. Abends gibt es Wetterleuchten: kurz kurz lang kurz kurz lang. „Kann auch ein Leuchtturm sein", sagt Annecke. „Da hinten ist deutsches Sperrgebiet, also ist es eine Schießübung", sagt Wilfried. „Ist Wetterleuchten mit Blitzen bei Schießübungen am Leuchtturm" sagt Klaas. Als das Wetterleuchten vom deutschen Himmel über Dänemark abzieht, korrigiert er in internationale Schießübungen. Jeanne findet, das ist keine Übung mehr, sondern schon eine ausgewachsene Vorstellung. „Morgen gibt es um schon um halb neun Frühstück. Und denkt dran: wir werden einen langen, ungemütlichen Ritt nach Sonderburg haben.

„Wilde Küsten" „???" „Gute Nacht."

Mittwoch

Um halb neun gibt es Frühstück. Jeanne erscheint mit ihren Bergsteigerstiefeln für schlechtes Wetter und ohne Sonnenbrille und Hermien hat statt der 7-Zentimeter-Ohrringe ihre sturmerprobten 3-Zentimeter-Ohrringe an. Es ist strahlender Sonnenschein und ruhige See, Windstärke 3. Der Anker klemmt ein bisschen beim Ankerlichten und dann geht's los mit Segelsetzen. Trotz des leichten Windes kriegt das große Groß 2 Reffs verpasst und das Skunnersail immerhin ein Reff. Das ist dann doch schon etwas beunruhigend, vielleicht kommt doch noch ein wenig mehr Wind. Außerdem werden Fock und Klüver gesetzt.

55 Seemeilen sind es bis Sonderburg. Wir machen um die 4 Knoten bei Windstärke 5 bis 6, allerdings unter Landabdeckung von Fehmarn. Das kann ja heiter werden, wenn wir erst auf offener See sind. Wird aber nicht heiter, im Gegenteil, der Wind wird weniger, doch der Seegang bleibt, so richtig nettes Kotzewetter … und noch 40 Seemeilen bis Sonderburg. Gegen 12 Uhr nachts könnten wir ankommen, also noch heute! Nein, sagt Klaas, um acht Uhr sind wird da.

Und dann legt der Wind wieder zu. Der Skipper hat nicht zuviel versprochen. Es wird tatsächlich ein total ungemütlicher Ritt. Die Plicht hat ständig landunter, die Flying Dutchman geht in den Wellen auf und nieder, bei 8 bis 9 Windstärken zerfetzt es den Beutenkloiver, dann rutscht Gerrit aus und verwundet sich schwer am Hinterkopf, es regnet 1 Liter große Tropfen und schließlich gibt es Wassereinbruch in die Kajüte. Das Wasser kommt durch den Spalt im Mastfuß. Hermien stopft das Loch mit Handtüchern, wischt auf und trocknet die nass gewordenen Bänke.

Alle haben sich dem Wetter angepasst. Jeanne hat die Sonnebrille gegen ihre Gummihose getauscht, Jürgen trägt Gummistiefel zu nasser Hose und Evert sitzt gottergeben mit Südwester auf der Bank und wartet. Der Skipper hat einen Overall und Gummistiefel an und selbst Annecke trägt Wetterhose und Windjacke zu ihren nackten Füßen.

Der Stadthafen von Sonderburg ist voll. Da müssten wir ins Päckchen. Doch die Innenlieger wollen sicher schon um sechs Uhr morgens weiter. Da gehen wir lieber in den Industriehafen. Gerrit will mal mit dem Motorboot voraus fahren, um zu sehen, ob was frei ist, aber das Motorboot will lieber ohne Gerrit voraus fahren und macht sich von der Leine. Annecke klettert in Windeseile über den Bug, springt vom Bugsprit ins Schlauchboot und macht den Motor an. So nicht, liebes Schlauchboot, immer schön artig bleiben, du wirst noch gebraucht.

Es gibt Reis mit Curryhuhn. Mariella kann wirklich super gut kochen, das hat sie vom Vater, der kann nette Sachen mit Fisch und Muscheln, wie er sagt.

Hermien kommt aus den Tiefen des Schiffes mit duftigem Haar, einer Blumenbluse und Blumenparfüm. Sie ist total frisch geduscht und - wie immer – bester Laune. Klaas gibt ein Geheimnis preis: man muss als letzter duschen. Wenn man als erster duscht, riecht man, wie die anderen riechen, das will an nicht. Wenn man als letzter duscht, riechen die anderen, wie man riecht, das ist einem egal. Ach übrigens: warum haben Beamte Fenster bis auf den Boden? Damit sie auch beim Schlafen aus dem Fenster gucken können. Aber warum sehen Beamte vormittags nicht aus dem Fenster? Damit sie für nachmittags noch was vorhaben.

Wenn Beamte auf Bäume klettern: warum kommen sie nie an die Spitze? „Die Baumen wachse sneller", sagt Klaas. Yvonne versucht, die Genevervorräte nieder zu machen, scheitert aber.

Gerrit ist mit seinem Loch im Kopf in der Klinik, aber der Arzt ist nicht da. Abends ist Dänemark leer, sagt Klass. Offensichtlich. Der Apotheker klebt ihm ein vaterländisches Pflaster in Form der dänischen Flagge auf die Wunde. „Ist nicht schlimm", sagt er. Na, wenn er's sagt …

„Willste rüsten." „???" „Gute Nacht."


Donnerstag

Hermien hat wieder ihre 7-Zentimeter-Durchmesser-Ohrrige an, denn es ist praktisch windstill, von 7 bis 8 keine Spur. Wir sollten einen Landfall machen und einen Blick auf Sonderburg werfen, aber das Frühstück ist vorbei und bis jetzt ist noch keiner losgegangen. Könnte am Wetter liegen: Regen, kein Regen, Regen, kein Regen, Regen. Doch dann kommt die Sonne und alle ziehen los. „Kommt Ihr wieder?" „Wenn wir ein schöneres Schiff finden …, wer weiß."

Die Danish Maritime Authotity kommt an Bord. Sie möchte mal sehen, wie der Flying Dutchman Feuer löscht, ob die Kombüse sicher ist und wie hübsch der Motor aussieht. „Looks all very fine", sagt der Söfartsstyrelsen. „Reine Schikane", meint Gerrit, aber er meint es ganz leise, damit die Dänische Autorität es nicht hört.

Um zwanzig nach drei geht die Brücke hoch. Nun aber hopp. Klaas ist die Ruhe selbst, wie immer. Leinen los, Gerrit ersetzt mit seinem Schlauchboot das Bugstrahlruder und noch bei Rot geht es gemütlich durch die Brücke und man kann sogar noch einen Segler vorlassen, der unbedingt mit seiner Crew unter Segel die Brücke passieren muss.

Die zwei Stunden nach Flensburg geht es unter Motor. „Segel hochziehen lohnt nicht für zwei Stunden?" Doch: Aber nicht gegenan. Sonnenschein, Schwachwind, Regen und mächtige Böen, es ist wieder Mal alles dran.

Es gibt Tilapia, Salat und Pommes frites, als Nachtisch Schokolade von 37% bis 85%. 37% ist zuerst alle, „Ab 75% Kakaoanteil ist Schokolade gesund", sagt Jeanne und nimmt 40%. Mitten in den Fisch platzt der Zoll. „Essen Sie ruhig erst auf." „Das dauert aber noch drei Stunden", sagt Klaas. Das macht den Grünen nichts, sie haben noch vier Stunden Dienst.

Kaum sind die Grünen weg, kommen die Blauen mit ihrem Schlauchboot längsseits, weil Gerrit und die Mädchen das Schlauchboot klar machen. Sie wollen Wasserschi laufen wollen. „Aber nicht im Hafen. Bei mehr als 4 Knoten kommt der Hafenmeister und kassiert 120 Euro." Aber die Polizei will Klaas auf der Seekarte zeigen, wo man schneller fahren darf. „Hast Du Alkohol?", fragen sie Mariella. „Nein", sagt Mariella. „Warum nicht?" „Ihr seid noch im Dienst", sagt Mariella.

Abends scheint der Mond über Flensburg. „Was ist wohl das rote Blinklicht da hinten?" „Das ist ein rotes Blinklicht", sagt Klaas. „Na klar, aber warum ist es da. Vielleicht ein Leuchtturm?" „Oder das Toplicht von einem Windrotor?" „Wahrscheinlich eine Schießübung", sagt Klaas.

„Well trüsten." „???" „Gute Nacht."


Freitag

Truus nimmt an jedem Frühstück teil, er leckt die Krümel vom Boden. „Ich habe den Hund noch nie lachen hören", sagt Evert auf holländisch. Stimmt, der Hund hat noch nie gelacht. Wer die Krümel auflecken muss, hat nichts zu lachen. Aber es kann natürlich auch daran liegen, dass blaffen nicht lachen sondern bellen heißt.

Im Flensburger Hafen ist strahlender Sonnenschein. „Alle Wetter gehat, dieses Woch", meint Annecke. Ja, das kann man sagen und dieses Woch ist noch nicht vorbei. Vielleicht kriegen wir alle Wetter noch einmal.

Wir liegen direkt mitten in Flensburg vis à vis von Onkel Jule, umgeben von Würstchen-, Pommes- und Eisbuden. „Heute Abend bleibt die Kombüse kalt", sagt Klaas. „Stattdessen gibt es …" Er liest vor: „Zuerst Nackensteak im Brötchen und Pommes Frites, dann Quarkbällchen und Marzipantörtchen, und als Dessert Tivoli-Eis." Keine schöne Vorstellung, wenn man Mariellas Küche gewöhnt ist. Erfreulicherweise gibt es dann aber doch wieder Essen an Bord, Gott sei Dank etwas später als gewöhnlich, sonst hätten wir das völlig verkorkste Anlegemanöver der Mercedes nicht in vollen Zügen bis zum Ende genießen können.

Die Parade der Traditionssegler ist sehr übersichtlich, wenn wir nicht dabei wären, müssten sie zu dritt segeln. Mit uns sind wir immerhin zu viert. Aber der Laternenumzug der Kleinen ist total niedlich. Die meisten haben sich sehr viel Mühe gegeben und Lichterketten an den Mast und in die Wanten gehängt.

Zum Feuerwerk legen alle Großsegler wieder ab, um das Schauspiel mit ihren Gästen außerhalb des Hafens zu genießen. Nur wir dürfen gemütlich im Hafen bleiben, denn wir sind keine Tagesgäste, die ein bisschen hin- und hergeschaukelt werden müssen. Es werden 3000 Schuss verpulvert, das ist nun endlich eine richtige Schießübung. Allerdings zählt Jeanne nur bis 2998.

Danach kommen die Großsegler zurück, die Artemis legt geräuschlos an, die Antigua auch und dann kommt die Mercedes.

Samstag


Mariella hat Brötchen gekauft und den Wetterbericht mitgebracht. Heute ist nur 2 bis 3, das ist doch arg wenig, aber Mittwoch gibt es Wind bis 12. Donnerschlag, das würde ein Ritt werden bei Windstärke 12. Aber dann sind es doch nicht Beauforth sondern nur Knoten, also gibt es Mittwoch nur 5 bis 6 Windstärken und heute nichts bis gar nichts.

Hermien erscheint mit großen Ohrringen und einem leichten Sommershirt zum Frühstück. Woher weiß sie unten in ihrer Kabine, wie oben das Wetter ist? „Nein, das ist umgekehrt", sagt Evert. „Das Wetter guckt, wie Hermien angezogen ist." Schade, dass sie nicht die sturmerprobten Ohrringe anhat. Also muss motort werden, denn es ist kaum Wind. Um 10 Uhr geht es ab nach Kappeln.

Bei Pilzsuppe und Dekobrötchen gibt der Skipper kleine Verzellchen zum Besten. Von den beiden Fischern, die mitten in der Hafeneinfahrt ankern ohne Ankerball. „Sah aus, als ob sie gleich Motor anschmeißen und weg sind." Aber sie schmeißen nichts an, sondern bleiben bräsig liegen. Klaas kann nicht mehr ausweichen und nimmt sie mit seinem Seitenschwert an den Haken. Das Boot geht sofort auf Tauchstation, Klaas kann gerade noch die beiden Fischer einsammeln. Die sind sehr glücklich, obwohl ihr Boot weg ist. Sie können nämlich nicht schwimmen.

Oder die Geschichte von dem Segler, der mit Vollzeug auf die Flying Dutchman zufährt. Wieso sieht der das große Schiff nicht? Dann fällt er ab, es geht klar, die beiden kommen aneinander vorbei. Doch im letzten Moment dreht er wieder auf die Flying Dutchman zu. BUFF! Mast ab, Wanten ab, alles flach rasiert. Warum denn die Wende auf die Flying Dutchman zu?. Die Tochter saß am Steuer, Papa und Mama waren unter Deck. „Papa, da kommt ein großes Schiff." „Du machst das schon." Aber sie macht es doch nicht, sondern kriegt im spannenden Moment Panik. BUFF. Oder die Geschichte von der Schleuse, in die die FD man gerade ganz knapp reinpasst und immer sind schon ein paar Yachten drin, sodass sie nicht mehr rein kommt. Also gut, Verabredung mit der Brücke, Ihr fahrt schon bei Rot, dann seid Ihr schon mal drin und die kleinen Yachten bleiben draußen. Gesagt getan , rot kommt, aber Teufel noch eins, schon wieder drängt sich eine Yacht vor. Es passen ganz knapp beide rein, Yacht und FD. Aber in der Panik knallt die Yacht die Leinen so fest, dass sie in den Seilen hängt, als das Wasser weggeht. Gerade will Klaas der Brücke sagen, dass sie das Wasser wieder reinlassen sollen, da kappt der Skipper der Yacht die Leinen, erst vorne: BUFF, dann hinten: BUFF. „Vielleicht ist der Motor da geblieben, wo er war, viel mehr sicherlich nicht", meint Klaas. Oder die Geschichte mit der Schleuse und der Frau, die oben ohne – topless sagt Klaas - an Deck ihrer Yacht liegt. Da stehen die vom Großsegler denn alle an der Reeling und schauen hinunter auf die Yacht. Wie die Geschichte weiter geht, weiß man nicht. Der Rest wird auf Holländisch erzählt.

Um 3 Uhr wird der Motor ausgemacht und bei Null Wind werden zwei Segel hochgezogen, die Mädchen wollen schwimmen. Gut, dass sie nicht Wasserschi fahren wollen, sonst müssten alle Segel hoch. Aber sie wollen natürlich doch Wasserschilaufen, doch Gott sei Dank mit dem Flyer von Gerrit, der ist dann doch etwas schneller als der FD - auch ohne Segel.

Dann gibt es Käptensdinner: Salm und Scampispieße und Rösties, Brot und Salat, Pfannkuchen mit Eis und Früchten zum Dessert. Schade, dass Jürgen seinen weißen Smoking zuhause vergessen hat und nur seine kurzen Hosen trägt. Das hätte sich jetzt gut gemacht. Klaas weiß noch ein Verzellchen: die Geschichte, wo seine Gäste, alles bessere Leute aus USA – also nicht ganz gute , aber bessere – an Bord waren und ein ganz Edler aus USA aus Jux erzählte, die Queen hätte angerufen, ob er nicht mit allen Amerikanern auf einen Lunch vorbeikommen wolle. Aber leider, Prinz Phillip habe darauf bestanden, dass die Tischmanieren okay sein müssten „Die sollen mit Messer und Gabel essen können." Da wurde dann leider nichts mit der Einladung zur Queen. „Mit Messer und Gabel ist schwer bei die Amis", meint Klaas.

Abends ist eine Mondfinsternis. Um 11 Uhr 13 soll der Höhepunkt kommen: Der Mond leuchtet blutrot über Deutschland verspricht das Hamburger Abendblatt. „Nur über Deutschland", sagt Klaas: „Über die Grenze ist Stopp. Emden ja, Groningen nein." Wilfried meint sogar, es sei eine Mondfinsternis speziell nur über Kappeln. Ein Feuerwerk wie die Flensburger kann sich so eine kleine Stadt nicht leisten, da machen sie eben mal eine Mondfinsternis, die ist umsonst.

Man ist allgemein schwer beeindruckt, obwohl das Blutrot doch eigentlich allenfalls Braun ist. „Vielleicht ist deutsches Blut eher braun", sagt Klaas. Jeanne meint, sie hätte schon bessere Höhepunkte gehabt.


Sonntag


Truus hat noch einen kleinen Landgang gemacht und sich um zwei Uhr nachts als letzter aus der Kneipe schmeißen lassen. Jürgen ist noch mal aus seiner Koje gekrochen, um ihn wieder an Bord zurück zu bringen. Um neun Uhr Leinen los und dann hinunter nach Schleimünde, ein Verkehr wie auf der Autobahn.

Draußen wird der Fäkaltank leer gepumpt. Es kommt nur Brühe, keine Klümpchen, keine alten Bekannten kein Klopapier. Wieso nicht? Vor der Pumpe sitzt ein Schredder. Ja so.

Vor Damp kommt Jürgen einer Wespe zu nahe, fühlt sich danach gar nicht gut und rechnet mit vorzeitigem Ableben. Gut dass wir bald über Stollergrund fahren, da könnte er beigesetzt werden. „Geht nicht", sagt Klaas, „Leichen müssen drei Tage an Bord bleiben." Tja dann …



Erstes Internationales Alumni-Segelseminar ... dem hoffentlich noch viele folgen werden!

Lemmer am IJsselmeer, Hafen C, Mittwoch 6. Juni 2007 gegen 19.00 Uhr:

Eine Gruppe, die inhomogener nicht erscheinen könnte, trifft auf dem Zweimastschoner Vliegende Hollander ein. Sie verbindet jedoch eine ganz wichtige Eigenschaft: sie sind alle Absolventen der TU Kaiserslautern und fühlen sich ihrer Universität soweit verbunden, dass sie das Angebot, an einem gemeinsamen Törn über das IJsselmeer teilzunehmen, begeistert angenommen haben. Obwohl die Altersstruktur vom Abschlussjahr 1979 bis 2006 reichte, hatte die besondere Atmosphäre an Bord bereits am Donnerstag eine geschlossene Mannschaft geformt, die nicht nur jede Menge Spaß miteinander hatte, sondern zusätzlich die Zeit zwischen den Segelmanövern nutzte für Gespräche unter Fachkollegen. Für alle eine neue Erfahrung war das Segeln auf einem Schoner mit insgesamt acht Segeln die koordiniert gesetzt, geschiftet und geborgen werden wollten.

Es war von der Organisation auch nicht nur einfach ein Törn. "Gelassener und doch wirkungsvoller - Das etwas andere Motivationstraining", von Christian Ehrlich - ehemaliger Mitarbeiter des Fachbereichs Wirtschaftwissenschaften - perfekt auf die besondere Situation auf einem Schiff zugeschnitten und flexibel gestaltet, bot allen Teilnehmern genügend Gelegenheit ihre eigene Arbeitssituation und Lebenssituation zu reflektieren und schwierige Situationen innerhalb der Gruppe oder im Gespräch mit Christian zu diskutieren.

Der Abend gehörte der Fachsimpelei über Salzlämmer, Kaimauern, letzte Beispiele, weißer Schrift auf weißem Grund, der Tatsache, dass es irgendwo auf der Welt immer 11.00 Uhr ist und den Gemeinsamkeiten von Segelunterricht und Tanzunterricht für Ehepaare.

An dieser Stelle ein großer Dank an den Freundeskreis, ohne dessen Bereitschaft, das finanzielle Risiko dieses ersten Seminars mitzutragen, es dieses Seminar nie gegeben hätte.


Fazit:

Alle Teilnehmer waren begeistert, möchten eine Wiederholung des Alumni-Segelseminars und werden in diesem Fall weitere Ehemalige aus ihrem Umfeld ansprechen ebenfalls teilzunehmen.


Das tolle Gemeinschaftserlebnis auf dem Schiff hat die Teilnehmer um einiges enger mit "ihrer Universität" verbunden.

Über künftigen Alumni-Seminaren wird eine eigene "Alumni-Fahne" wehen, gesponsert, designed und verwirklicht von einigen Seglern des ersten Seminars.


Für mich als Alumnibeauftragte der TU haben diese Tage gemeinsam mit den Alumni einige Erkenntnisse gebracht.

  1. Als Alumni fühlt man sich seiner TU verbunden. Der erste Weg auf der Suche nach Projektpartnern, neuen Mitarbeitern oder fachlicher Unterstützung führt an die TU.
  2. Trotz dieser überaus positiven Grundeinstellung ist die Realisierung der Vorhaben mit dem "Wunschpartner" oft schwierig, finden die Anliegen nicht immer Gehör.

  3. Die intensive Alumniarbeit lohnt sich, da die Bereitschaft sich mit seiner Universität einzulassen gegeben ist. Damit ist die beste Grundlage vorhanden, um eine dauerhafte Beziehung aufzubauen, wenn man dazu nur die Gelegenheit bietet.

  4. Um die Alumniarbeit langfristig erfolgreich zu machen ist es in den Fachbereichen dringend nötig, den Ehemalige der TU (unabhängig davon, ob sie vom eigenen Lehrstuhl kommen oder nicht), eine vorrangige Behandlung ihrer Anliegen einzuräumen. Sonst bleibt Alumniarbeit auf dem Niveau der Adresssammlung stecken.

  5. An dem nächsten Alumni-Seminar sollten Vertreter der Fachbereiche teilnehmen.

  6. Das nächste Segelseminar findet vom 21. Mai bis zum 25. Mai 2008 statt. Die Anmeldung ist bereits möglich.

Logbuch:

Mittwoch, 6. Juni 2007, 19.00 Uhr: Einschiffen auf der Vliegende Hollander in Lemmer, Skipper: Klaas van Twillert, Maat: Laurentz van Twillert, Koch: Claude Gerum, Mannschaft: 24 Alumni


Donnerstag, 7. Juni 2007: 11.30 Uhr Ablegen in Lemmer, Wind NO, Stärke 4-5, 18.30 passieren der Schleuse in die Waddenzee in DenOever und Anlegen.


Freitag, 8. Juni 2007: 11.00 Uhr Ablegen in Den Oever, Wind NO, Stärke 3-4 und dann abfallend auf 2, Anlegen um 17.00 Uhr in Texel


Samstag, 9. Juni 2007: 10.45 Uhr Ablegen in Texel, Wind NW, Stärke 3, über Schleuse Kornwederzand ins IJSelmeer, Anlegen um 19.00 Uhr in Stavoren


Sonntag, 10. Juni 2007: 10.30 Uhr Ablegen in Stavoren, Wind von Stärke 2 abfallend, Anlegen um 15.00 Uhr in Lemmer, Ausschiffen um 16.00 Uhr.


Insgesamt wurde eine Strecke von 178 Seemeilen zurückgelegt.


Annette Mechel

Impressionen Segelseminar 2007: