Hanse Sail: Rekordverdächtige Besucherzahl
10/08/09 - Mit Großseglern, Segelschulschiffen und einem
kunterbunten Unterhaltungsprogramm erfreute die Rostocker Hanse
Sail ein Millionenpublikum. Auch bei ihrer 19. Wiederholung
bestätigte sie ihren Ruf als größtes maritimes
Spektakel in Mecklenburg-Vorpommern. Die Millionengrenze
haben wir wieder geknackt, sagte Sail-Chef Holger Bellgardt.
Mit einer Flaggenparade der teilnehmenden Nationen im Stadthafen
ging das viertägige Großereignis gestern Abend zu
Ende.
Rund 250 Großsegler, Traditionsschiffe und Segelboote
aus zwölf Nationen waren nach Rostock gekommen, darunter
die über 100 Meter langen russischen Segelschulschiffe
Sedov und Mir. Insgesamt hatten über
20 Schiffe mit mehr als 50 Metern Länge festgemacht. Die
Liegeplätze waren komplett ausgebucht, meldete das Sailbüro.
Teilweise hätten bis zu sechs Segler nebeneinander an einem
Liegeplatz gelegen. Sieben Windjammer aus sechs Nationen
das hatten es noch nie gegeben.
Höhepunkte war auch in diesem Jahr die große Geschwaderfahrt,
die Regatta der Traditionssegler und die beiden Feuerwerke über
Warnemünde und Rostock. In Warnemünde standen Schaulustige
knietief im Ostseewasser, um das Auslaufen der Schiffe zu verfolgen,
was aber angesichts der hochsommerlichen Temperaturen eher angenehm
war. Bei der Regatta am Samstag vor Warnemünde machte in
der Königskategorie der Rahsegler die Greif
aus Greifswald-Wieck das Rennen, in der kleineren Kategorie
gewann der niederländische Gaffelkutter Stella Maris.
Erstmals gab es auf der Hanse Sail auch eine Yacht-Regatta.
Trotz der Wirtschaftskrise müssen die Veranstalter keine
Einbußen hinnehmen. Obwohl Unternehmen ihre Buchungen
für die Ausfahrten um 30 Prozent reduziert hatten, stimmten
am Ende die Einnahmen. Insgesamt gingen mehr als 25 000 Besucher
mit an Bord. Überschattet wurde das maritime Volksfest
von einem Todesfall. Feuerwehrleute bargen am Samstagmorgen
einen 44 Jahre alten Mann leblos aus dem Stadthafen. Er war
gegen Mitternacht ins Wasser gefallen.
Quelle: PN